Mein Weg von einer FrozenShoulder – zurück in den Fluss
Sehe Krankheit nicht einfach als Krankheit, sondern als ein Projekt mit dem du dich beschäftigen darfst – so hat mir eine liebe Freundin vor Jahren gesagt, als meine Schulter zu schmerzen begann. Ja es ist ein großes Projekt geworden, ich habe mich viel damit beschäftigt und viel daraus gelernt.
Was habe ich als Essenz gelernt, was hilft und heilt?
Aus meiner Erfahrung alles, was den Energiefluß im ganzen Körper wieder ins fließen bringt.
Aber nun ein wenig der Reihenfolge nach. Aus einer Einschränkung in der Beweglichkeit der Schulter, ist eine Bursitis, also Entzündung des Schleimbeutels entstanden, bis hin zur Diagnose Kalkschulter undFrozen Shoulder, mit teils großen Schmerzen, zuerst als nächtlicher Ruheschmerz, dann auch bei Bewegung der Schulter.
Das erste was ich gelernt habe, war zu unterscheiden, wann muss gekühlt werden und was braucht Wärme. Die Empfehlungen war da zu schwammig, schau was dir gut tut, Ist ja grundsätzlich auch ein guter Rat, nur ich habe gelernt zu unterscheiden, solange eine Entzündung da ist, will die erstmal gekühlt werden, Sauna war da z.B. kontraproduktiv. Und sie will richtig gekühlt werden. Das habe ich bei Thomas Duttine und seinem Kanal Schulterhilfe.de gelernt. Nicht nur ein paarmal am Tag, sondern durchgehend, mit Kühlpacks, nicht aus dem Eis, sondern nur aus dem Kühlschrank. Ich habe mich dann erinnert, ja klar nach einem Bänderriß als Jugendlicher habe ich auch erst mal die Schwellung tagelang gekühlt bevor ich operiert werden konnte. Und das Kühlen über mehrere Tage hat den Kreislauf der Schmerzen das erste mal wirksam durchbrochen.
Nun war da auch die Physiotherapie. Obwohl eine vom Anspruch ganzheitliche Praxis, wurde die Behandlung immer mehr aufs symptomatische begrenzt durchgeführt und eingeschränkt auf die Mobilisierung der Schulter. Solange die Bursitis aber noch entzündet war und den Bewegungsraum maximal eingeschränkt hat, und die Übungen immer wieder eine neuen Schmerz auslösten, war die Behandlung nicht nur nicht Heilung fördernd, sondern sogar kontraproduktiv, und aus einer Frozen Sholder ist mein ganzer Körper immer mehr eingefroren, wie in einem Korsett gefangen, aus dem er nicht mehr herauskam und die Schmerzen sich über den ganzen Körper ausgebreitet haben.
Auch meinen sehr geschätzten Osteopathen habe ich aufgesucht, zumal ich die Osteopathen bewundere als in ihrer Meisterschaft, den ganzen Menschen zu sehen in seinen funktionalen Zusammenhängen. Für mein Projekt, war dieser Weg aber diesmal nicht sehr hilfreich und es brauchte etwas anderes für mich.
Und dann bin ich zur Thaimassage gegangen, hatte auch Glück eine sehr kompetente Therapeutin (ja sie war nicht nur eine Masseurin) gefunden zu haben, und nach einer ersten Stunde Thaibehandlung, ohne dass sie meine Schulter ein einziges mal angefasst hat, sie hat die Schmerzregion bewußt ausgelassen, dafür wurde ich von der kleinen Zehe, bis zu den Fingern, und Haarwurzeln, am ganzen Körper, vorne und hinten, massiert. Also die Energien in meinem ganzen Körper in Bewegung gebracht. Es kam wieder Leben in meinen Körper und ich konnte das erstemal seit Wochen wieder schlafen ohne Schmerzen.
Und wunderlich welche positiven Auswirkungen das auf meine Schulter hatte. Zuerst ging ich wöchentlich für 90min zur Behandlung, dann alle 2 Wochen und das über ein halbes Jahr lang und von mal zu mal wurde es besser, meine Schulterschmerzen verschwanden immer mehr und meine Beweglichkeit nahm stetig zu. Heute noch gehe ich mindestens einmal im Monat zur Thaibehandlung, um meinem Körper immer wieder diese Impulse zu geben, alles ins Fließen zu bringen.
Und so bin ich noch einmal ohne Operation weg gekommen, die stand nämlich manchmal schon ziemlich nah vor meinen Augen, wenn die Schmerzen so groß waren.
Und was habe ich nun im Wesentlichen gelernt für mich und grundsätzlich was heilt?
Auch wenn nur ein kleiner Teil des Körpers betroffen, eingeschränkt ist, ist es wichtig, den ganzen Körper zu bewegen und in Bewegung zu bringen.
Ähnlich erstaunliche Erfahrungen machen wir in unserm TAO-Massage Projekt zur Behandlung von chronischen Schmerzen, insbesondere des Bewegungsapparates. Weitere Infos dazu bei unserem Bildungsverein RADUGA.
Begleitend und unterstützend haben wohl auch folgende Impulse ihren Beitrag geleistet, ich habe homöopathisch mit Globuli gearbeitet, soll wohl den Ursachen auf den Grund gehen, meine Ernährung noch mehr auf eine basische Ernährung umgestellt, grundsätzlich wohl sinnvoll um allen Entzündungen vorzubeugen, und selbst viel Körperarbeit, Massagen gegeben in Einzelarbeit und in den Seminaren, also mich selbst viel in guter Weise bewegt, in Fluß gebracht.
Auch meine Ausbildung in der Tuinamassage in dieser Zeit, also der traditionellen Chinesischen Manualtherapie hat wohl seines dazu beigetragen – und hat meine Erkenntnis bestärkt, dass alles in Fluß, alles in Bewegung gebracht werden muss –das Grundmotte der Chinesen.
Auch wenn dies inzwischen noch mehr zu meinem Credo geworden ist, so habe ich auch gelernt, dass jeder seinen eigenen Heilungsweg suchen muß, alle Ratschläge von außen und Empfehlungen, können nur mögliche Wegweiser sein, welche jeder annimmt, ausprobiert, bleibt jedem als Aufgabe erhalten. Die Suche nach der individuellen Heilweise kann Dir niemand abnehmen, dazu sind wir Menschen zu unterschiedlich und die Heilung auch nicht so linear und kausal. Oftmals heilt sich eine Erkrankung oder Einschränkung irgendwann wie von selbst und wir wissen gar nicht was denn nun wirklich geholfen hat. Je mehr ich mich damit beschäftige umso mehr komme ich zu der Erkenntnis, dass Heilung ein großes und tiefes Mysterium ist, das wir wohl erst in Ansätzen verstehen.
In der weiteren Beschäftigung mit meinem Projekt habe ich mich intensiver mit der Wirkweise der Physiotherapie beschäftigt und warum dies so wenig Erfolg hat, an was das liegt und welche Alternativen sinnvoller sein können.
Dazu mehr in meinem anderen Beitrag:


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